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Kirche Nossa Senhora do Rosário dos Pretos (Kirche vom Rosenkranz der Schwarzen),
gesehen von der Alfredo de Brito Straße im Stadtteil Pelourinho,
dem Zentrum der brasilianischen Stadt Salvador da Bahia. Im Hintergund auf der anderen Seites
des Taleinschnittes Carmo und Ordem Terceira do Carmo,
(der 3. Orden von Carmo), ebenfalls im Stadtteil Pelourinho.
Foto
In Salvador da Bahia, bis 1763 Hauptstadt Brasiliens, kam der größte Teil der rund fünf
Millionen Afrikaner an, die von den Portugiesen aus Westafrika in die Sklaverei verschleppt
wurden. Sie wurden auf dem zentralen Sklavenmarkt Salvadors, dem Pelourinho (Pranger)
verkauft. Der Pelourinho war Teil des historischen Sklavenmarktes in Salvador.
Seinerzeit durften die Sklaven nur hier in der die Kirche Igreja do Rosário dos Pretos dem Gottesdienst beiwohnen.
Im übrigen gilt Salvador bis heute als die schwarze Hauptstadt sowie als Zentrum des Capoeira,
einem Kampf(tanz)sport hervorgebracht durch die Sklaven, um die Unterdrückung ein wenig zu ertragen.
Mit Ende der Sklaverei, 1888, zog dieser Platz in Salvador Künstler aller Sparten an.
So wurde der Pelourinho ein bis heute sehr angesehenes kulturelles Zentrum. Die Altstadt rund um
den sogenannten Pelourinho gehört seit 1985 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ab 1991 wurde der
Pelourinho mit seinen umgebenden Straßen von Grund auf saniert. Es hielten wieder Pensionen,
Restaurants und Tanz- und Capoeiraschulen Einzug, wie die weltbekannten Gruppen des Sambareggae
Olodum oder Ilê Aiyê.